Großelektrolyse

Projektbeschreibung:
Auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks wird Uniper eine Elektrolyse-Anlage im großindustriellen Maßstab errichten und betreiben. Diese wird in der endgültigen Ausbaustufe über eine Leistung von einem Gigawatt verfügen. Damit ist eine Produktion von etwa 100.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr möglich. Die Elektrolyse wird ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben. Dabei wird die gute Anbindung von Wilhelmshaven an die Offshore-Windparks genutzt, die in der deutschen Nordsee errichtet werden. Der erneuerbare Wasserstoff aus der Elektrolyse in Wilhelmshaven wird perspektivisch Kunden in ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Maßgeblich dafür ist der Aufbau der Wasserstofflogistik, d.h. die Anbindung von Wilhelmshaven an das deutsche H2-Netz sowie Zugang zu H2-Speichern.
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Phasen
Entwicklungsphase
Das Großelektrolyse-Projekt befindet sich in einer Vorbereitungsphase, in der die Entwurfsgrundlagen und ingenieurstechnische Basis gelegt werden. Zudem werden in der Vorbereitungsphase Fragen zur kommerziellen Entwicklung und den Genehmigungsverfahren geklärt.
Für die Phase 1 werden auf dem Gelände des stillgelegten Kohlekraftwerks eine ca. 8 Hektar große Brachfläche ausgewählt. Insgesamt werden für die 1-GW-Anlage ca. 25 Hektar Land benötigt, die vom Land Niedersachsen und der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven bereits genehmigt wurden.
In dieser Phase werden für die 1-GW-Anlage der Vorgenehmigungsantrag eingereicht, sowie die Elektrolyse-Technologie und der Hersteller ausgewählt. Hierzu gehört die Firma Electric-Hydrogen, die als Partner für die Planung einer 200-Megawatt-Elektrolyse ausgewählt wurde. Das Unternehmen hat im Oktober 2024 mit der Pre-Front-End-Engineering-Design-Studie („Pre-FEED“-Studie) für das Großelektrolyse-Projekt mit den ersten Arbeiten begonnen.
Next Steps:
Realisierungsphase
Nachdem eine positive Investitionsentscheidung getroffen worden ist, beginnt die Realisierungsphase. Das bedeutet, dass die erste Ausbaustufe der "Green WHV"-Elektrolyse errichtet wird. Dazu werden auf dem Grundstück vorbereitende Maßnahmen getroffen, wie beispielsweise die Kampfmittelräumung. Anschließend beginnen die Bauarbeiten, die Installation der Elektrolyseure und Nebenanlagen. Ebenso erfolgt der Anschluss an das Wasserstoffpipelinenetz. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten beginnt die technische Inbetriebnahme.
Betriebs- und Erweiterungsphase
Sobald die technische Inbetriebnahme erfolgreich abgeschlossen wurde, kann die erste Ausbaustufe (200 MW) den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Das heißt, es wird erneuerbarer Wasserstoff produziert und in das Pipelinenetz eingespeist. Gleichzeitig werden bereits die Erweiterungsmaßnahmen der Anlage in Angriff genommen, damit sukzessive die Produktionsleistung auf bis zu 1 GW ausgebaut werden kann.
Anmerkung: Der Realisierungszeitraum der Projekte ist von verschiedenen Faktoren und Genehmigungen abhängig, so dass es zu einer zeitlichen Verschiebung der Phasen kommen kann.
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