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Versuchsanlage Ammoniakspaltung (NH₃‑Cracker)

Demonstrationsanlage Ammoniakspaltung (NH₃-Cracker)

Ein gemeinsames Projekt von:

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Doch bevor Wasserstoff in Industrie, Kraftwerken oder Fernwärme eingesetzt werden kann, stellt sich eine zentrale Frage: Wie lassen sich die zusätzlich zur inländischen Produktion notwendigen Mengen nach Deutschland transportieren?

Genau daran arbeitet Uniper am Standort Scholven gemeinsam mit thyssenkrupp Uhde. Auf dem Kraftwerksgelände entsteht derzeit eine Demonstrationsanlage zur Ammoniakspaltung, auch „NH₃-Cracker“ genannt. Die Anlage soll künftig täglich aus bis zu 28 Tonnen Ammoniak rund 4 Tonnen Wasserstoff freisetzen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant.

Das Projekt gehört zu den ersten Anlagen dieser Größenordnung weltweit und ist in seinem technischen Umfang einzigartig. Ziel ist nicht die großflächige Produktion vor Ort, sondern das Sammeln wichtiger Erfahrungen für zukünftige Wasserstoffimporte nach Deutschland.

Der NH₃-Cracker in Scholven ist kein isoliertes Einzelprojekt. Die Anlage ist eng mit den Plänen für ein Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven verbunden. Dort soll künftig Ammoniak aus internationalen Produktionsstandorten ankommen und daraus großtechnisch Wasserstoff freigesetzt werden.

Die Versuchsanlage in Scholven dient dabei als:

  • technische Validierung,
  • Betriebserfahrung in realer Umgebung,
  • genehmigungsrechtliche Blaupause,
  • und Grundlage für spätere kommerzielle Großanlagen.

Das macht die Anlage strategisch relevant – nicht nur für Scholven, sondern auch für den Aufbau einer zukünftigen europäischen Wasserstoffinfrastruktur.

Alle Fakten auf einen Blick

Fragen und Antworten

Pressemitteilung

Gefördert durch das Land NRW (MWIKE)

Phasen

Phasenübersicht
Phase 1: 27. Mai 2024: Öffentliche Bekanntmachung des NH3-Cracker Projektes
27. Mai 2024: Öffentliche Bekanntmachung des NH3-Cracker Projektes
Phase 2: April 2025: Beginn der Umsetzung am Standort Scholven
April 2025: Beginn der Umsetzung am Standort Scholven
Phase 3: Ende 2026: Geplante Inbetriebnahme der Demonstrationsanlage
Ende 2026: Geplante Inbetriebnahme der Demonstrationsanlage
Phase 4: Ab 2027: Sammeln von Betriebserfahrungen
Ab 2027: Sammeln von Betriebserfahrungen

Ab 2027: Sammeln von Betriebserfahrungen

1. Januar 2027 23:00 - Kein Enddatum

Nach der Inbetriebnahme soll die Anlage wichtige Erkenntnisse für zukünftige Wasserstoff‑Importprojekte liefern. Im Fokus stehen unter anderem Betriebserfahrungen, Emissionen, Materialien und die spätere Skalierung der Technologie für größere Anwendungen.

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